WIM – Netzwerk in OWL für Unternehmen

Erstes WIM OWL Open Panel zur Zukunft der Arbeit

Erstes WIM OWL Panel zum Thema „Zukunft der Arbeit“
Was bleibt: Ein subjektives Fazit verschiedener TeilnehmerInnen

Jens Korff, Korfftext:
Wissen ist die einzige Ressource, die sich vermehrt, wenn man sie teilt. Das stimmt zwar nicht ganz, da das für so wichtige Dinge wie Liebe, Freundschaft und Freude auch gilt. Aber es war interessant zu sehen, wie kapitalistische Prinzipien (Habgier, Konkurrenz) genau hier an ihre Grenzen stoßen. In der Praxis heißt das z. B., dass Leute, die ihr Wissen produktiv teilen und dennoch (oder deshalb) kein Geld verdienen, anders finanziert werden müssen, etwa über ein garantiertes Grundeinkommen.
Ein interessanter Hinweis kam von Andreas Kämmer (Comspace): Kleine Akteure haben bei größeren Firmen eine Chance, wenn sie eine klassische Spezialausbildung als Grafiker, Texter, Informatiker usw. verbinden können mit ihrer nachgewiesenen Fähigkeit zu ganzheitlicher Betrachtung von Prozessen.
In der Session über soziale Netzwerke entstand die gute Idee, die Beiträge von fünf potenziellen Geschäftspartnern regelmäßig mitzulesen und zu kommentieren, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

 

Bettina Dempwolf, Text und Werbung

Soziale Netzwerke lassen sich als Informationsquelle und zur Akquise von KundenInnen sehr sinnvoll nutzen. Private und unternehmerische Aktivitäten bleiben allerdings besser getrennt.

Einige Fragen sollte man sich grundsätzlich stellen, z. B. Welche Netzwerke kommen von den Zielgruppen her für mich in Frage? Zu wem suche ich Kontakte? Wie viel Zeit kann und will ich investieren?

  1. Ein paar Anregungen zur Erzeugung von Content aus unserer Session:
  2. Beim Content zählt Qualität nicht Quantität
  3. Content entspinnt sich leichter über die Kommunikation mit anderen, im Dialog
  4. Als Einstieg kann man gut auf Beiträge anderer antworten und so ersten Content erzeugen
  5. Mit bis zu fünf interessanten Kontakten regelmäßig zu kommunizieren, ist machbar
  6. Einen Beitrag auf mehreren Soziale Medien gleichzeitig zu posten, spart Zeit und Energie

Jennifer Horstmeier, Drucktante

Beim WIM Open Panel ist mir noch einmal sehr deutlich geworden, dass „Digitalisierung bei Einzel- oder Kleinunternehmern“ immer etwas mit Flexibilität, ausprobieren bzw. testen zu tun hat. Es gibt kein Patentrezept, das sich auf alle Einzelunternehmer anwende lässt, aber wichtig ist, dass man sich möglichst auf dem aktuellen Stand der Möglichkeit hält, vieles ausprobiert und agiert statt zu reagieren. Dies lässt sich nicht nur auf die Anpassung des eignen Geschäftsmodells und Werbe- sowie Akquisemaßnahmen beziehen, sondern auch auf die Mitarbeiter. Man sollte sich die Zeit nehmen, um die vielen Möglichkeiten der Digitalisierung für sein Unternehmen abzuwägen und mutig neue Wege ausprobieren.

Ein weiterer Teilnehmer, der lieber anonym bleiben möchte, schrieb:
Für die Befürworter der Digitalisierung scheint es, so wie sie auf dem Podium saßen, keine Frage zu sein, WIE Digitalisierung sein sollte. Es wurde diskutiert, dass man viel mehr auf Digitalisierung setzen und den Zug nicht verpassen sollte. Ich frage, gibt es denn keine Alternativen innerhalb der Digitalisierung? Läuft alles auf eine umfassende Vernetzung und alles durchdringende Kontrolle hinaus?

Es gibt so viele, auch wirklich interessante, Möglichkeiten des Netzwerkens über das Internet hinaus. Was davon für mein Unternehmen in einem vernünftigen Aufwand-Ertrag-Verhältnis steht, ist schwer abzuschätzen.


Ich finde, dass Die Selbstdarstellung eines Unternehmens ist durch das Internet NICHT leichter geworden. Mir sind persönliche Gespräche, mindestens am Telefon, am liebsten, um Kundenkontakte zu pflegen oder um mich mit Kooperationspartnern abzustimmen. Das Internet verlangt gleichzeitig Hingucker und substantielle Information. – und das noch so, dass es jemand findet. Da müssen ständig Entscheidungen getroffen und Zeit und Geld investiert werden, um im Internet aktuell zu bleiben.

Stefanie Terschüren, trifft. text und pr

Mich hat der Bericht eines Handwerkers (Sonnenschutz wie Rolladen, Markisen usw.) beeindruckt, der sich eine Strategie für die sozialen Medien überlegt hat und mit Feuereifer umsetzt. Ganz egal, ob das neue Kunden bringt. Einfach, weil er überzeugt ist, den Anschluss nicht verlieren zu dürfen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat der Mann inzwischen um die 100 Follower und Leute, mit denen er sich fachspezifisch regelmäßig austauscht.

Ein sehr junger Handwerker widmete sich dem Thema Film als Mittel zur Selbstdarstellung. Er machte sehr deutlich, wie sehr ihn lange Texte respektive lange Filmbeiträge nerven. Letzteres allerdings nur, wenn die nicht genug fesseln oder nicht originell genug sind. Mir scheint, es gibt keine festen Regeln, nach denen es funktioniert, man muss einfach machen und was ausprobieren – und im Hinterkopf haben, dass vieles eventuell eben nicht so einschlägt wie erhofft. Da wird es doch richtig wichtig, dass man selbst beim Produzieren Spaß hat, oder?

Stefanie Terschüren

Autor: Stefanie Terschüren

Event-Live-Blogging – Öffentlichkeitsarbeit – Recherche

Freie Journalistin seit 2006. Kooperation mit Videoproduzent Oliver Meyer und Webdesignerin Frauke Siegmund. Zusammen sind wir Threetop.

„Die richtigen Worte wirken wie ein Blitz, fast richtige wie ein Glühwürmchen“. Und wenn sie dann auch noch zeitgemäß in einen Event-Live-Blog stehen, sorgen sie für ein innovatives Gesamtbild. Der Video-, Foto- und Text-Blog setzt das gewünscht Thema ausdrucksstark in Szene und gibt die Möglichkeit, Akzente zu setzen. Zu sehen ist der Blog auf allen (mobilen) Endgeräten quasi live. Davon profitieren ausgewählte User und/oder die ganze Welt.

 

Kontakt:
trifft. text und pr
Stefanie Terschüren
Zum Tellbusch 52
32107 Bad Salzuflen
Tel. 05222 3636517

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